Freitag, der Dreizehnte? Also meine Frau hütet sich, an diesem Tag den Zettel vom Kalender zu reissen. Deshalb ist heute auch schon der Vierzehnte… Sie glaubt, dass dann der Freitag nicht merkt, dass an diesem Tag der Dreizehnte ist, hahaha! Die Statistiken sagen zwar, dass es keine signifikanten Anhäufungen von Unfällen am 13. gäbe. Wohl aber eine generelle, markante Kurve zum Wochenende, so ab drei Uhr am Freitagnachmittag.
Was ich sonst noch so kenne? Vor dem Geburtstag soll man dem Geburtstagskind nicht gratulieren. Man soll nicht auf die Linien zwischen zwei Platten stehen. Oder war es umgekehrt? Besser auf die Linie treten als auf die Platten? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, den Teufel nicht an die Wand malen und den Namen des Herrn nicht in den Mund nehmen. Wenn du gähnen musst, so halte die Hand vor den Mund, damit nicht ein böser Geist in dich dringen kann. Stehe mit dem Rücken zur Wand, damit dich niemand von hinten anfallen kann. Was ist? Ich weiche ab? Das ist kein Aberglaube?
Ob ich WAS besitze? Eine Hasenpfote? Nein, sicher nicht! Meine Grossmutter besass zwei Katzenfelle… Wie bitte? Das zählt nicht? Oh, da fällt mir ein, beim Theater gibt es auch Aberglaube: Man soll vor dem Auftritt über die Schulter spucken, daher «toi, toi, toi». Und man soll als Akteur nicht klatschen, das bringe Unglück. Gibt ja auch für viele Berufe etwas wie eine Berufs-Begrüssung: Petri-Heil für fischer, Ahoi für Seemänner, Weidmanns-Heil… Das ist dir zu viel Heil? Sagt man halt so…
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