Der Held – gibt er eigene Gedanken auf für den Gedanken der Allgemeinheit? Gibt es deshalb heute keine Helden, Originale, Helfer mehr? Oder ist der Held, der an seinen eigenen Zielen festhält, entgegen dem allgemeinen Trend, bis sich seine Idee als richtig erweist, ein Kauz, ein Spinner also, ein Prophet, im eigenen Land verschreien?
Für den ersten Fall stehen John Maynard, Damon mit dem Dolch im Gewande und Konsorten, für den zweiten Gallileo, Solvay und ähnliche Wissenschafter. Dann gibt es aber auch noch Märtyrer, Heilige und andere Leider. Sind sie Helden, weil sie Schmerzen – unmenschliche – wie Lämmer ertrugen?
Ist er richtig, sich gegen das Übermächtige, Drohende zu wehren, das Aufgeladene zu ertragen oder soll man sich fügen, nachgeben, sich der Last entledigen und es sich leichtmachen? Sind die einen Gründe gerechter und weiser als die andern? Gibt es eine Endabrechnung, wo Gedanken an andere, Mitgefühl und Mitleid gegen den Egoismus aufgewogen werden? Ein Konto, wo Missmut und Freude gegeneinander verrechnet werden? Eine Gelegenheit, Fehler auszubügeln, zu entschuldigen? Eine Falle, wo diejenigen straucheln, die allzu oft sich selbst begründet und nie bereut haben? Wird Mut und Aushalten irgendwann mit Gold oder Engeln aufgewogen?
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